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WAS
IST KLASSISCHE HOMÖOPATHIE?
Wenn Sie glauben, Homöopathie ist ein Fremdwort für Naturheilkunde,
dann liegen sie falsch. Sie ist eine eigenständige medizinische
Heilmethode mit festen Heilgesetzen, die die gestörten Selbstheilungskräfte
der Patienten durch die Gabe von homöopathischen Arzneimitteln
anregt und sie gegen krankmachende Einflüsse erfolgreich wappnet
und auch langwierige chronische Krankheiten heilen kann.
Homöopathie
als Medizin der Zukunft
Homöopathie ist gerade heute aktueller denn je. Immer mehr
Menschen sind offen für Alternativen zur bislang dominierenden
Schulmedizin und finden den Weg in die homöopathischen Praxen.
Oftmals haben sie einen langen Weg hinter sich. Zu viele Nebenwirkungen
der allopathischen Medikamente, jahrelange und oftmals erfolglose
Therapien sind häufig der engültige Anstoß für
den Wechsel zu einer alternativen Heilmethode.
Was
versteht man aber unter Homöopathie?
Man
glaubt es kaum: Ein paar weiße Kügelchen sollen bewirken,
was manchmal starken Medikamenten über Jahre nicht gelungen
ist? und obendrein auch noch mit Substanzen, die krank machen können...?
Der
Begriff Homöopathie kommt aus dem Griechischen. Er setzt sich
zusammen aus: homoios (ähnlich) und pathos
(Leiden). Dahinter verbirgt sich das Prinzip "Ähnliches
soll mit Ähnlichem geheilt werden.
Das
heißt: In den Medikamenten stecken Wirkstoffe, die beim gesunden
Menschen Beschwerden oder Symptome auslösen - und bei Kranken
mit genau diesen Symptomen den Heilungsprozess anstoßen. Die
Arzneien wirken als Botenstoff, der dem gesamten Körper
das Signal und die nötigen Informationen zur
Genesung gibt.
Die
Homöopathie unterscheidet sich grundsätzlich von der Schulmedizin,
der Allopathie ( = gegensätzliches Prinzip).
Die allopathische Arznei greift an einer isolierten Stelle in
den Ablauf eines Geschehens ein und wirkt so direkt gegen das
Krankheitssymptom, indem z.B. gegen Verstopfung Abführmittel
oder gegen Müdigkeit anregende Präparate eingesetzt werden.
In der Homöopathie wirkt der Arzneimittelreiz ganzheitlich
auf Körper, Seele und Geist des Menschen, also auf seine gesamte
Lebenssituation und der Organismus reagiert auch in seiner Gesamtheit
auf die homöopathische Medizin. Noch heute arbeiten die
Homöopathen nach den Erkenntnissen des Arztes und Pharmazeuten
Samuel Hahnemann, der die Homöopathie vor über
200 Jahren begründet hat. Seine Heilkunst wird in Deutschland
von Ärzten und Heilpraktikern gleichermaßen praktiziert.
Arzt
oder Heilpraktiker?
Ob der Homöopath Arzt oder Heilpraktiker ist, ist eigentlich
egal, da die Homöopathie eine Erfahrungswissenschaft ist. Wichtiger
ist, dass der Therapeut eine ausreichend lange Erfahrung in der
Praxis vorweisen kann, eine fundierte und anerkannte Ausbildung
gemacht hat und über sehr gute Kenntnisse der mehr als 2500
verschiedenen homöopathischen Arzneimittel verfügt. Doch
auch mit menschlichen Fähigkeiten steht und fällt der
Behandlungserfolg. Nur wer ein Vertrauensverhältnis zu seinen
Patienten aufbaut, kann die vielfältigen Möglichkeiten
der Homöopathie ausreizen.
Hahnemanns
Gesundheitsdefintion in §9 des Organon, 6. Auflage
"Im
gesunden Zustand des Menschen waltet die geistartige, als Dynamis
den materiellen Körper (Organism) belebende Lebenskraft (Autokratie)
unumschränkt und hält alle seine Theile in bewundernswürdig
harmonischem Lebensgange in Gefühlen und Thätigkeiten,
so dass unser inwohnende, vernünftige Geist sich dieses Werkzeugs
frei zu dem höhern Zweck unseres Daseins bedienen kann."
Was ist Krankheit aus homöopathischer
Sicht?
Sind die äußeren Einflüsse - und hierzu zählen
auch die emotionalen und vererbten Einflüsse - beispielsweise
stärker als die Widerstandskraft des Organismus, so wird dieses
Gleichgewicht gestört. Es entstehen gewisse Zeichen und
Symptome, entweder auf körperlicher, seelischer oder geistiger
Ebene. Krankheit beinhaltet somit eine Störung oder Verstimmung
der Lebenskraft und die Symptome des Patienten sind als eine Art
Zeichensprache des Organismus zu werten. Sie sind
die Zeichen des Kampfes, den der Abwehrmechanismus gegen die krankheitserregenden
Einfluss führt, nicht die Krankheit selbst. Wenn es dem Abwehrmechanismus
gelingen würde, ständig im Gleichgewicht zu bleiben, gäbe
es kein Leiden und keine Krankheiten.
DER BEGRÜNDER DER HOMÖOPATHIE

Christian
Friedrich Samuel Hahnemann (1755-1843)
Er
war Apotheker, Chemiker und Arzt, aber sehr unzufrieden mit seinem
Berufsstand der damaligen Zeit. Die therapeutischen Methoden erschöpften
sich in Aderlässen, Klistieranwendungen und Bädern.
Hahnemann berichtet: "Eine Menge Ursachen, ich mag sie nicht
herzählen, haben seit einigen Jahrhunderten die Würde
jener Gott nachahmenden Wissenschaft, der praktischen Heilkunde,
zur elenden Brotklauberei, zur Symptomenübertünchung,
zum erniedrigten Rezepthandel, Gott erbarms, heruntergetrieben,
zum Handwerke, das die Hippokraten unentdeckbar unter den Troß
befranzter Arzneibuben mischt..." "... Auf diese Art ein
Mörder oder Verschlimmerer des Leidens meiner Mitmenschen zu
werden, war mir der fürchterlichste Gedanke, so fürchterlich
und ruhestörend für mich, dass ich in den ersten Jahren
meines Ehelebens die Praxis ganz aufgab und fast keinen Menschen
mehr ärztlich behandelte, um nicht noch mehr zu schaden..."
So
lebten er und seine Familie lange Zeit von seinen Übersetzungen
von Werken aus der Medizin und der Chemie. Hahnemann beherrschte
fünf Sprachen perfekt. In einem dieser Werke, die er übersetzte,
stieß er auf den Hinweis, wonach Chinarinde zur Behandlung
von Wechselfieber (Malaria) diene. Warum gerade Chinarinde? fragte
er sich und führte einen Selbstversuch durch: Er nahm das Präparat
Chinarinde ein und entwickelte prompt die Symptome, die der Malaria
ähnlich waren. Zahlreiche weitere Versuche mit Familienmitgliedern
und Freunden und auch viele Selbstversuche ließen ihn ein
Naturgesetz finden, das bereits Paracelsus schon erwähnte:
Ähnliches
wird durch Ähnliches geheilt: Similia similibus curentur
= es hilft bei einer Krankheit die Arznei, die die weitestgehend
ähnlichen Symptome bei Einnahme durch einen Gesunden produziert.
In den ersten Jahren therapierte Hahnemann noch mit den puren Arzneisubstanzen,
stellte dann jedoch fest, dass die Reaktionen immer zu stark ausfielen,
bevor eine Besserung eintrat. Deshalb verringerte er die Arzneigaben
immer mehr, bis er dazu überging, sie zu verdünnen und
bei jedem Verdünnungsschritt zu verschütteln (Schüttelschläge),
um die Arzneistoffe gleichmäßig in der Trägersubstanz
zu verteilen. Diese Verdünnung und Verschüttelung nannte
er "Potenzierung" oder "Dynamisierung". Er stellte hierbei auch
fest, dass eine alleinige Verdünnung, ohne Verschüttelungsvorgang,
nicht eine solch tiefe und langanhaltende Wirkung hatte, wie die
vollständige Potenzierung. Die homöopathischen Arzneimittel
waren somit geboren. Auch heute noch erfolgt das Herstellungsprinzip
aller homöopathischer Arzneien streng nach den Geboten Hahnemanns.
Dies gewährleistet das HAB, das Homöopathische
Arzneibuch.
DIE HOMÖOPATHISCHEN ARZNEIMITTEL
Als Ausgangsstoffe für homöopathische Arzneimittel dienen
Produkte aus dem Pflanzen-, Mineral- oder Tierreich oder auch direkte
Erregerprodukte. Diese werden in D-, C- oder Q-Potenzen hergestellt.
Das heißt 10er, 100er oder 50.000er-Verdünnungsschritte.
Beispiele:
1 Teil des Ausgangsstoffes, verdünnt mit 9 Teilen Trägersubstanz
(z.B. Alkohol), danach mittels der Schüttelschläge dynamisiert
= D 1. Hiervon wieder ein Teil entnommen, verdünnt mit 9 Teilen
Trägersubstanz = D2 usw.
1 Teil des Ausgangsstoffes, verdünnt mit 99 Teilen Trägersubstanz
(z.B. Alkohol), danach mittels der Schüttelschläge dynamisiert
= C 1. Hiervon wieder ein Teil entnommen, verdünnt mit 99 Teilen
Trägersubstanz = C 2 usw.
1 Teil des Ausgangsstoffes der C3-Potenz, verdünnt mit 49.999
Teilen Trägersubstanz (z.B. Alkohol), danach mittels der Schüttelschläge
dynamisiert = Q 1. Hiervon wieder ein Teil entnommen, verdünnt
mit 49.999 Teilen Trägersubstanz = Q 2 usw.
Um festzustellen, welche Symptome die jeweiligen Mittel produzieren,
werden seit Anbeginn der Homöopathie Arzneimittelprüfungen
durchgeführt. D.h. gesunde Menschen nehmen die homöopathisch
hergestellten Medikamente ein (selbstverständlich "doppelblind",
d.h. sie wissen nicht, um welche Substanz es sich handelt). Die
Symptome, die diese Probanden dann in der Zeit der Dauer der Arzneimittelprüfung
neu entwickeln, werden durch einen Supervisor und Prüfungsleiter
genauestens protokolliert und später in sogenannten "Arzneimittellehren"
zusammengefasst. Es gibt mittlerweile zahlreiche Arzneimittellehren
und mehr als 2.000 homöopathische Mittel.
Das individuelle Arzneimittel für jeden Patienten zu
finden ist die Aufgabe der klassischen Homöopathen.
PRESSE
Homöopathie ist bei verschiedenen Krankheiten wirkungsvoller
und kostengünstiger als die Schulmedizin.
Eine Studie der Universität Freiburg belegt, dass die Homöopathie
z.B. bei Migräne, Haut- und chronischen Nebenhöhlenentzündungen
Wunder wirken kann. Bei einer repräsentativen Untersuchung waren
3.480 Patienten mit alternativen Heilmethoden behandelt worden.
Alle waren sie zuvor durchschnittlich bereits acht Jahre lang von
verschiedenen Ärzten erfolglos mit schulmedizinischen Methoden therapiert
worden. Bei 85,6 % der Patienten war die Behandlung mit Homöopathie
der Studie zufolge innerhalb eines Jahres erfolgreich. Bei 8,9 %
wurde eine Teilbesserung erreicht. Lediglich 4,4 % der Teilnehmer
meinten, ihr Zustand habe sich nicht verbessert. Nebenwirkungen
traten nicht auf (Süddeutsche Zeitung, 30.10.1997).
ZUR
WISSENSCHAFTLICHEN BEWEISBARKEIT DER HOMÖOPATHIE
Studie über Wirksamkeit von Homöopathie bei ADHS - PDF
Studie über Wirksamkeit von Homöopathie bei Depression PDF
Allensbach-Studie belegt: Bevölkerung schenkt Homöopathie ihr Vertrauen
Pressemitteilung, Ergebnisse , Präsentation, Hintergrundinformation
Walach, Möllinger, Sherr, Schneider:
Homöopathische pathogenetische Versuche führen zu mehr spezifischen als unspezifischen Symptomen:
Ergebnisse zweier Doppelblindstudien, 2008
Dr. Peter C. Endler
Expedition Homöopathieforschung
Ein altes Heilsystem wird plausibel
Verlag für medizinische Wissenschaften Wilhelm Maudrich, Wien-München-Bern
G. Bornhöft, Peter F. Matthisesen
Homöopathie in der Krankenversorgung - Wirksamkeit, Nutzen, Sicherheit und Wirtschaftlichkeit
Verlag für akademische Schriften
Schiff, Michel
"Das Gedächtnis des Wassers"
Homöopathie und ein spektakulärer Fall von Wissenschaftszensur
Verlag Zweitausendeins
Walach, Harald
Wissenschaftliche Untersuchungen zur Homöopathie - Die Münchner Kopfschmerzstudie- Arzneimittelprüfungen mit Belladonna
Carl und Veronica Carstens-Stiftung
Danke
für Ihre Aufmerksamkeit!
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